Über Erik

Studierter Philosoph, Podcast-Hörer und -Macher, Comic-Leser und -Macher, Progressive Rock-Hörer aber leider nicht -Macher, Zeitung-Nichtleser aber -Macher

Ich will wieder Bock auf die Zukunft bekommen

Warum wir das Richtige aus den falschen Gründen tun sollten, welche neuen Klimarettungs-Geschichten wir bräuchten, und warum wir uns auf die Reise zur Erde begeben müssen.

Die Zukunft war mal etwas, wo man gerne hinwollte: Phantastische Städte, technische Wunderwerke, wissenschaftlicher Fortschritt, die Überwindung von Hunger, Krieg und Krankheit, eine friedliche, geeinte Welt. Von den 30ern bis in die 70er Jahre waren vor allem Science Fiction-Romane, -Comics und -Filme voller gleißender Zukunftsvisionen. Heute werden diese futuristischen Phantasien als naiv belächelt. Doch die Menschen waren damals zu Recht so fortschrittsgläubig, schließlich gab es genügend technische Möglichkeiten, um solch rosige Aussichten in die Realität umzusetzen.

Leider kam es anders, und heute schauen wir nicht mehr so euphorisch nach vorne. Um einen früheren Essay von 2012 zu zitieren:

„Science Fiction bedeutete früher einmal, von der Zukunft zu träumen, doch genau die macht uns seit mindestens zehn Jahren nur noch Angst. Die Science Fiction, die bereits in unserem Alltag angekommen ist, reicht uns schon: Überwachung wie in „1984“, ein von Großkonzernen kontrolliertes Internet wie in „Neuromancer“, Gentechnik wie in „Schöne neue Welt“, Kampfroboter wie in „Star Wars“. Irgendwie fällt es uns schwer zu glauben, die Zukunft könne durch Technik besser werden.“

Leider haben wir zu Recht Angst vor der Zukunft, vor allem wegen des Klimawandels. Es ist mittlerweile offensichtlich, dass die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen kein weit entferntes Horror-Szenario mehr ist, sondern dass wir mit Vollgas auf diese Wand zusteuern. Wenn wir die Kipppunkte überschreiten, große Teile der Erde durch Hitze oder Überflutung unbewohnbar werden und gigantische Migrationsbewegungen einsetzen, dann wird die Geschichte der Menschheit ein paar sehr hässliche Kapitel bekommen.

Natürlich will niemand diese Geschichte hören und es ist schon öfters zu Recht darauf hingewiesen worden, dass es der Rettung des Klimas nicht unbedingt hilft, wenn unentwegt sein Untergang heraufbeschworen wird. Engagement wird so möglicherweise eher gelähmt als gefördert.

Deshalb brauchen wir eine zweite Geschichte. Eine, die alle gerne hören wollen.

Sie könnte zum Beispiel so gehen:

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Sad Softrockers – Autumn Tape No. 8

Ja, dieses Jahr gibt es von mir zwei Autumn-Tapes :) Ähnlich wie beim vorigen Tape, wo es um Surf Rock ging, steht diesmal ein eher ungewohntes Genre im Fokus, für das ich eine große Schwäche habe: Softrock. Ich liebe einfach die geniale Produktion den warmen Sound und das perfekte Songwritimg dieser Songs. Und ganz besonders liebe ich die melancholischen und nachdenklichen Tracks, von denen hier eine Auswahl meiner liebsten zu hören ist.

Rauschfunk 11 – GHB/GBL

Ich habe mit Kathi und Lysi von Chill Out endlich mal wieder einen Podcast aufgenommen, diesmal zu einer recht umstrittenen Substanz, nämlich GHB/GBL, auch bekannt als KO-Tropfen. Wir klären sachlich auf über Wirkungsweise und Risiken, beleuchten die subkulturelle Bedeutung und die Debatte um GBL im Clubkontext und geben natürlich wie immer viele Hinweise zu Safer Use und Harm Reduction.

Cause We’ve Ended As Proggers

Die letzte „Folge“ meiner Tanzbarer-Groove-Prog-Reihe ist laaange her, aber nun ist es endlich mal wieder soweit: Eine kleine Auswahl überaus funkiger und swingender Stücke von Prog über Krautrock bis Psychedelic. Viel Spaß!

Playlist

  • “Maypole” (Dark)
  • “Passing Through” (Steamhammer)
  • „Henry“ (CMU)
  • „Nam Nam“ (Kraan)
  • “Paradoxical Moods” (edit) (Finch)
  • “The Emperor In His War-Room” (edit) (Van Der Graaf Generator)
  • „Fase“ (Maxophone)
  • „Der Clown“ (Grobschnitt)

Sigma 2 Foxtrot 52 – Ray Bradbury: Der illustrierte Mann

In der aktuellen Folge unseres Podcastes analysiere ich zusammen mit Mirko gleich vier Erzählungen von Ray Bradbury, einem der großen Autoren des Golden Age der Science Fiction. Jede von ihnen – „Kaleidoskop“, „Die Landstraße“, „Die letzte Nacht der Welt“ und „Kein Abend, kein Morgen“ – ist 1951 in Bradburys Klassiker „Der illustrierte Mann“ erschienen und schildert krasse extistenzielle Situationen.

Unter Zuhilfenahme von ziemlich viel Fachvokabular nerden wir eineinhalb Stunden über Bradburys ebenso kurzweilige wie phiosophische Geschichten, die sich zum Teil ineinander spiegeln. Spoiler Alert: Wir analysieren die Erzählungen gründlich, daher ist es lohnenswert, sie vorher selber zu lesen. Pdfs von „Der Illustrierte Mann“ finden sich leicht im Netz, falls man schnell mal reinlesen möchte.

Rauschfunk 9 – Musik und Drogen

Eine neue Folge Rauschfunk is online! Diesmal zum Thema Musik und Drogen – zwei Rauschmittel, die vor allem im Mischkonsum seit Urzeiten einen enormen Reiz auf viele Menschen ausüben.

Die Folge ist der Mitschnitt einer Lesung, die ich 2019 im Rahmen des Krumm & Schief-Festivals gehalten habe, und die exmplarisch einige Texte und Anekdoten vorstellen wird, die sich mit der Wirkung von Drogenkonsum auf Musik und umgekehrt beschäftigen.

Prog + Punk = Prunk!

Komplexe Musik hat mich schon immer fasziniert: Schräge Arrangements, überraschende Rhythmus-Wechsel, geniale Breaks. Aus diesem Grund liebe ich Progressive Rock und Artrock. Aber neben diesen Genres gibt es Bands, welche diese Art von Komplexität mit einer völlig anderen Ästhetik vereinen: Harscher Noise, roher Sound, Lofi-Produktion. Für mich ist das die perfekte Kombination aus Progressive Rock und Punk. Ich nenne es „Prunk“ – und ich liebe es. Hier mein Mix dazu.

Playlist

  •  „Seneca“ (Tortoise)
  •  „Working Nights“ (Camberwell Now)
  •  „Makeshift Swahili“ (This Heat)
  •  „Washing Machine“ (Sonic Youth)
  •  „Shaking Hands“ (Women)
  •  „Bunker Buster“ (Preoccupations)
  •  „You Can See“ (Deerhoof)
  •  „Frownland“ (Captain Beefheart)
  •  „Snoopy Waves“ (Deerhoof)
  •  „Marquee Moon“ (Television)

Golden Hours – Autumn Tape No. 6

Der Herbst ist da, aber noch ist es warm, der Sommers glüht noch ein wenig nach… Zeit für ein neues Herbst-Tape! „Golden Hours“ geht sehr in die Richtung meines Herbst-Tapes von 2017 „Glowing Trees“, also mal wieder viele pastorale, akustische Stücke von britischen Prog-Bands. Es ist schwer, die Stimmung zu beschreiben, die diese Songs für mich haben, aber sie alle haben etwas angenehm Träges und Sonniges an sich, ideal um den Nachmittag mit schönen, langsamen (Nicht-)Tätigkeiten zu füllen.

Playlist

  •  „Days Of Steam“ (John Cale)
  •  „No Woman“ (Whitney)
  •  „Surprise, Surprise“ (Caravan)
  •  „The Breeze“ (Family)
  •  „A Winter’s Tale“ (Jade Warrior)
  •  „Trio“ (King Crimson)
  •  „Bride Of Summer“ (Jade Warrior)
  •  „Are You Sitting Comfortably?“ (The Moody Blues)
  •  „Hometown“ (Family)
  •  „Alan’s Psychedelic Breakfast“ (Pink Floyd)
  •  „The Rain Song“ (Led Zeppelin)