Podcaster Porträt – Arkham Insiders

Podcaster Porträt - Arkham Insiders

Die „Arkham Insiders“ (alias Mirko und Axel) sind ein Beispiel für die wunderbare Vieltfalt der Podcast-Szene: Ein Podcast, der sich ausschließlich mit Leben, Werk und Nachwirkung des Horror-Autors H.P. Lovecraft beschäftigt. Die beiden haben ALLES, was von und über Lovecraft publiziert wurde mindestens dreimal gelesen und geben Details und Hintergrund-Informationen preis, bei denen selbst Hardcore-Lovecraftianer nur ehrfürchtig „Iä f’tang!“ ausrufen können.

Ich höre Mirko und Axel sehr gerne zu und habe durch die sie schon so manch anderen Literaten entdeckt und nebenbei Einblick in die faszinierende Welt der Pulp-Heft-Kultur gewonnen. Ein Podcast, der Lust aufs Lesen macht – gleiches gilt übrigens für ein weiteres Projekt von Axel und Mirko, nämlich dem großartigen Podcast „Sigma 2 Foxtrot„, der sich vor allem der Science Fiction und der Phantastik widmet.

Horror vs. Terror

Terror vs Horror

Was der Unterschied zwischen Grauen und Schrecken ist, warum sichtbare Monster weniger gruselig sind, und wie der perfekte Horrorfilm aussehen könnte…

Ich hab da so ’ne Theorie: Die meisten Horror-Filme haben mit Horror eigentlich gar nichts zu tun. Wie ich darauf komme? Dazu muss ich ein klein wenig ausholen…

Eigentlich mag ich Horror. Ich habe definitiv ein Faible für das Morbide, Unheimliche und Albtraumhafte, allerdings fällt mir immer wieder auf, dass ich nicht besonders scharf auf die meisten Horror-Filme bin. Zum einen stressen sie mich, indem sie mich mit Schockeffekten malträtieren und zum anderen machen sie mich wütend, weil mich die sinnlose Grausamkeit seiner Protagonisten aufregt. Angst erzeugen diese Filme bei mir nur insofern, als dass sie mich einschüchtern. Aber sie geben mir nicht das, was ich unter Horror verstehe, und damit meine ich – das Grauen.

Grauen zu empfinden heißt, sich auf seine Angst einlassen zu können. Es heißt, sich für eine gewisse Zeit in eine Sphäre des Unheimlichen vorzuwagen, in der die Gesetze der Realität nicht gelten. Horrorfilme in diesem Sinne funktionieren daher vor allem über die Atmosphäre und die Handlung und nicht nur über Effekte und die Anzahl verstümmelter Leichen. Continue reading