Musikalischer Jahresrückblick 2025

Wie immer am Ende des Jahres schaue auf die Musik zurück, die mich durch dieses Jahr begleitet hat: Das sind die Songs, die mich am meisten berührt haben, die mich wochenlang als Ohrwurm verfolgt haben, die mich zum Mitsingen gebracht haben, zum Tanzen oder zum Heulen.

Stilistisch ist alles dabei von Bluesrock, Avantgarde Pop, Funk, Dream Pop, UK Bass und Southern Rock über Post Punk, British Folk, Indie, Softrock und Alternative R’n’B, bis hin zu Meditation Metal, Liquid Drum’n’Bass, Psychedelic, Postrock, Electro Pop, Jazzrock, Indietronic und Singer Songwriter.

„24-7 Heaven“ (Cindy Lee) 2024

Ich (und so ziemlich alle anderen) hatten noch nie etwas von Cindy Lee gehört, als die Band 2024 wie aus dem Nichts mit einem ebenso sperrigen wie betörenden Doppelalbum daherkam und schnell (und zu Recht) zum Liebling der Musikkritiker*innen avancierte. Der verwaschene Sound hat mich sofort gekriegt und die mehr als 30 Songs, die durch ein Niemandsland aus schleppendem Lofi-Blues, Dream Pop, verschollenem 60-Psychedelic-Stücken und Rock’n‘Roll-Schleichern wabern, scheinen alle tief in der Nacht in einem verrauchten Studio aufgenommen worden zu sein, in dem viele leere Weinflaschen auf dem Boden liegen.

Einzeln wirken die Stücke oft gar nicht so interessant, aber die traumartige Atmosphäre, die sich durch alle Songs zieht, macht das Album zu einem Gesamterlebnis, in dem man sich stundenlang verlieren kann. Es war daher schwer, ein Stück auszuwählen, aber der finale Song „24-7 Heaven“ kann tatsächlich auch für sich stehen: Ein elegisches Instrumental, in dem sich die Instrumente bis zur Unindentifizierbarkeit aufzulösen scheinen.

„Haqq Al-Yaqin“ (Om) 2012

Schwer zu sagen, welches Genre Om bespielen, aber am ehesten trifft es vielleicht „Meditation Metal“: Mit gravitätischer Langsamkeit schreiten die Riffs wie in einer Prozession durch die oft mehr als zehnminütigen Songs, die es trotz ihres Mangels an Breaks, Tempo- und Rhythmus-Wechseln irgendwie schaffen, nie langweilig zu werden. Die geheimnisvolle Atmosphäre, die Om mit ihrem Sound erschaffen, ist absolut hypnotisch – es ist, als würde man einen weihrauchgeschwängerten Tempel betreten, in dem sich immer neue Türen in immer neue Gänge öffnen.

„Eighteen“ (Pat Metheny) 1982

Meine mittlerweile traditionelle Jazz-Phase im Winter wurde diesmal vor allem von Pat Metheny bestimmt: Ich musste mich erst mal mit der sehr cleanen Produktion anfreunden, aber nachdem ich mich ein bisschen reingehört hatte, gefiel mir der optimistische und transparente Fusion-Sound von Metheny immer mehr, der mich ein bisschen an eine eingängigere Version von Weather Report erinnert. Entsprechend poppig ist auch „Eighteen“, eine bittersüße Hymne auf das Jungsein: Die zwischen Lebensfreude und Wehmut schwankende Melodie ist mir lange nicht aus dem Kopf gegangen.

„Fred“ (Tony Williams) 1975

So muss guter Jazzrock sein: Verspielt, virtuos und unnötig verschnörkelt. „Fred“ ist ein einziges Flirren und Pulsieren von Keyboards und Drums, Tony Williams und seine Mitstreiter (unter anderem ein fantastischer Allan Holdswoth an der Gitarre) reiten auf dem Groove wie Surfer auf der Welle.

„Waiting“ (Ought) 2014

Dem Gesang von Tim Darcy könnte ich stundenlang zuhören (was soll der Konjunktiv – ich habe ihm stundenlang zugehört). Wie er sich hier freischwimmt, ist absolut hypnotisch, Darcy singt sich in einen wahren Rausch. Auch sonst hat der Song einen unglaublichen Flow, trotz (oder gerade wegen) der ganzen Frickelei.

„Nice Try“ (Cola) 2024

Oh, wie habe ich mich gefreut, als ich herausfand, dass die von mir sehr geliebte Prog-Punk-Band Ought ein Postpunk-Nachfolgeprojekt namens Cola hervorgebracht hat: Geradliniger als Ought, aber dafür mit derselben versponnenen Grundstimmung.

Auch wenn Cola viele riffbetonte Stücke haben, die recht straight nach vorne gehen, sind es immer wieder die stilleren Momente, die mich besonders gefesselt haben. Eines der besten Beispiele dafür ist der Jangle-Pop-Song „Nice Try“: Nachsichtig, entwaffnend und voll halblächelnden Bedauerns. Hat mich angenehm an Duster erinnert.

„All Mountains“ (Explosions In The Sky) 2023

Es gibt kaum eine Band, deren Name so gut auf den Punkt bringt, wie sie klingt: Explosions In The Sky. Wer es nicht glauben mag, höre sich „All Mountains“ an – auch dies ein sprechender Titel, denn man hat den Eindruck, als türme die Band wahre Klangberge aufeinander. Der Aufstieg beginnt langsam: Glockenartige Gitarren hallen in die Ferne, Landschaften beginnen sich zu formen, werden größer und schroffer, nur um schließlich von einem erderschütternden Sturm überrollt zu werden. Die Dynamik der Produktion ist zum Niederknien – die stillen Momente kommen ebenso zur Geltung wie die heftigsten Ausbrüche, die dann umso krasser einschlagen. Kann man gar nicht laut genug hören.

„Anything“ (Adrianne Lenker) 2020

Da ich mittlerweile alles von Big Thief gehört habe, hatte ich irgendwann begonnen, mich mit den sehr lohnenswerten Solo-Alben von Big Thief-Sängerin Adrianne Lenker zu beschäftigen: In vielen Stücken ihres Albums „Songs“ fand ich eine ganz ähnliche Magie wie bei ihrer Stammband wieder, nur viel intimer und stiller. „Anything“ ist eines von vielen Beispielen, wie Lenker es immer wieder schafft, nur mit ihrer Gitarre und ihrer Stimme unglaublich berührende Momente zu erschaffen. Musik, die ebenso zerbrechlich wie stark ist.

„Little Wing“ (Derek & The Dominoes) 1970

Ehrlich gesagt halte ich das Album „Layla and Other Assorted Love Songs“ für wahnsinnig überschätzt: Mit schöner Regelmäßigkeit taucht es in allen Rankings der besten Rockalben aller Zeiten auf, doch wenn nicht der titelgebende Übersong „Layla“ darauf wäre, würde man vielleicht bemerken, dass der Rest der Platte aus relativ uninteressanten Bluesrock-Nummern besteht, die über eine Spielzeit von 76 Minuten gemächlich vor sich hindümpeln. Meine persönliche Regel „Nur ein halbes Doppelalbum ist ein gutes Doppelalbum“ bewahrheitet sich auch hier mal wieder.

Es gibt nur einen einzigen Song auf dem Album, der die gleiche Klasse und Intensität wie „Layla“ erreicht, nämlich „Little Wing“: Ein Kraftausbruch voller Blut, Schweiß und Tränen – die Band um Eric Clapton spielt, als ginge es um ihr Leben. Nebenbei handelt es sich um eine der wenigen wirklich guten Coverversionen eines Jimi Hendrix-Songs – allein dieser Umstand ist bemerkenswert.

„Blue Sky“ (Allman Brothers Band) 1973

Die Allman Brothers sind so eine Band, an der man als Rock-Fan nicht wirklich vorbeikommt, aber es hat lange gedauert, bis es endlich bei mir Klick gemacht hat. Ich fürchte, dass ich sie vorher zu sehr in die Southern Rock-Schublade gesteckt habe, mit all den Klischees, die dazugehören: Breitbeiniger Country-Rock, in dem über Bourbon und wehende Südstaaten-Flaggen gesungen wird. Zu meiner Freude stellte ich fest, dass die Band eine erstaunlich innovative Mischung aus Rock, Blues, Country, Jazz und Gospel spielt, die meine Vorurteile schnell dahinschwinden ließ. Was mir die Band zusätzlich sympathisch gemacht hat, ist die unbeschwerte Grundstimmung, die sich durch fast alle Allman-Songs zieht.

Auch wenn die Allman Brothers vor allem für ihre ausufernden Jams berühmt sind, haben es mir eher ihre kürzeren Songs angetan, so wie das luftige „Blue Sky“: Ein swingendes 70s-Kleinod mit einer fantastisch aufgelegten Band, deren Spielfreude durch jede Note klingt. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Rockbands nicht nur hart nach vorne gehen, sondern auch leichtfüßig sein können.

„Theres A New Day“ (Menahan Street Band) 2019

Ich habe diesen Sommer viel instrumentalen Funk gehört, darunter das Gesamtwerk der Menahan Street Band. Ihre Alben klingen wie der Soundtrack zu einem nichtexistierenden Blaxploitation-Film Noir – verwegen, einsam und übertrieben cool. Die Produktion ist ein Gedicht und die Band produziert am laufenden Meter brillante Beats und Breaks, mit denen man Hip Hop auf Jahrzehnte mit Samples versorgen könnte.

„Theres A New Day“ ist eigentlich eher ein untypischer Song, denn es wird ausnahmsweise gesungen: Langsam und geschmeidig steigert sich das Stück zu einer absolut befreienden Soulnummer, die den einzigen Fehler hat, viel, viel zu kurz zu sein. 

„New Ferrari“ (Surprise Chef) 2020

Surprise Chef ist die zweite Instrumental Funk-Band, die ich diesen Sommer viel gehört habe: Weniger soulig als die Menahan Street Band, dafür introvertierter und oft extrem entschleunigt – Slacker Funk könnte man das nennen. Auf „New Ferrari“ trifft das weniger zu – die Band spielt zackig, lässt die Synthies röhren und schaltet jede Minute einen Gang höher.

„True Blue Interlude“ (Magdalena Bay) 2024

Ich hatte diesen Sommer eine Phase, in der ich eigentlich nur Musik hören wollte, in denen weiblicher Gesang zu hören ist. Eine der dieser Bands, die meine Playlists über Wochen beherrschte, war Magdalena Bay: Ähnlich wie im Fall von Sudan Archives ist der Stil der Band mit dem Wort „Artpop“ nur höchst unzulänglich beschrieben, denn ihre Songs sind ein herrliches Wirrwarr aus neonglänzendem Synthiepop, Indietronic, Neo Psychedelic, P-Funk und Disco, das gelegentlich wie eine 2025er Version des Electric Light Orchestras klingt. Verbindendes Element ist die glockenhelle Stimme von Mica Tenenbaum, um deren Mund ständig ein kleines Lächeln zu liegen scheint. Zusammen mit Sudan Archives, Wild Ones und der Menahan Street Band gehören Magdalena Bay zu den Bands dieses Jahres, bei denen ich wirklich alles gehört habe, was sie jemals veröffentlicht haben.

Das ephemere „True Blue Interlude“ ist in seiner Schlichtheit überhaupt nicht repräsentativ für Magadalena Bay, da in ihren Songs sonst so viel mehr passiert als hier, aber dies war einer der Stücke, das mir am längsten im Gedächtnis geblieben ist. Drei Klaviertöne, ein verhalltes 80er Schlagzeug und Mica Tenenbaum, die die Worte „True Blue“ ins Mikro atmet – hach.

„SeeSaw“ (Jamie xx) 2015

„In Colour“ war vielleicht mein Lieblingsalbum dieses Jahres. Ich hatte es in den Jahren zuvor gelegentlich mal gehört, aber erst 2025 fiel endlich der Groschen. Heute verstehe ich gar nicht mehr, warum mich dieser vibrierende, urbane, crispe Sound nicht schon viel früher gepackt hat. „In Colour“ hat in diesem Sommer einen absoluten Nerv in mir getroffen, ich möchte fast sagen, eine Lebensader.

„SeeSaw“ verbinde ich stark mit dem längsten Tag des Sommers, den ich zusammen mit einer Freundin auf LSD verbracht habe: Wir waren bei der Fête de la Musique in Berlin, die Sonne hat heiß auf den Asphalt geballert, überall war Musik, überall waren Menschen und ich hatte dieses unwiderstehliche Electro-Riff in den Ohren, das mich regelrecht durch die Stadt getragen hat. Eine meiner schönsten Erinnerungen dieses Jahres.

„Gosh“ (Jamie xx) 2015

Was für ein epochaler Eröffnungsrack für das Album „In Colour“: Der treibende Beat von „Gosh“ gehört für mich zu den besten Ohrwürmern, die ich dieses Jahr hatte. Ich bin immer wieder überrascht, dass es elektronische Musik gibt, in denen elektronische Sounds so langweilig und banal wirken, und dann gibt es Alben wie „In Colour“, wo sie auf einmal unglaublich zwingend und bedeutungsvoll klingen. Four Tet spielen in einer ähnlichen Liga, aber Jamie xx schreibt die besseren Songs.

„No Money“ (Wild Ones) 2017

Die Wild Ones sind eine Band, die ich sehr mit dem verregneten Juli in diesem Jahr verbinde: Irgendwie lebensbejahend, aber auch melancholisch. Ihr Indie Pop-Sound hat so gut in meine Stimmung gepasst, dass ich schnell die gesamte Diskographie hoch und runter gehört hatte (die leider nur aus zwei Alben und zwei EPs besteht).

„No Money“ war in dieser Zeit mein Lieblingssong, der lange in mir widergehallt ist. Ich musste ihn immer ganz laut aufdrehen, um den fast technoiden Bass richtig spüren zu können, bei dessen Einsatz mir jedes Mal ein Prickeln über den Hinterkopf gelaufen ist. Wenn über dieses sanfte Wummern dann der Gesang von Danielle Sullivan geschwebt kam, bin ich regelrecht weggeschmolzen.

„Rivals“ (Wild Ones) 2014

Kennt ihr das Gefühl, wenn man richtig doll Durst hat und dann ein kühles Glas Wasser trinkt, das einen so herrlich erfrischt, dass man gar nicht aufhören will zu trinken? So ging es mir in diesem Sommer mit vielen Songs der Wild Ones, an denen ich mich kaum satthören konnte. Stellvertretend dafür steht „Rivals“; einer dieser Songs, die ich für mich auch als endloser Loop funktionieren würde.

„Loyal (EDD)“ (Sudan Archives) 2022

Sudan Archives waren für mich eine der erstaunlichsten Entdeckungen dieses Jahres: Auf ihren mittlerweile drei Alben zelebriert die US-amerikanische Geigerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin Brittney Denise Parks eine fiebrige Klangvision aus RnB, Dubstep, Folktronica, Jazz und Hip Hop, die von süchtig machenden Breaks und Grooves zusammengehalten wird.

Das euphorische „Loyal (EDD)“ klingt so groß, dass man kaum glauben kann, dass es nur zweieinhalb Minuten lang ist: Vom sanft treibenden Beginn bis zur hymnischen Klimax lassen Sudan Archives alle ihre Muskeln spielen und zeigen sich dabei gleichzeitig verletzlich. Dieser Song – und eigentlich das ganze Album „Natural Brown Prom Queen“ – waren ein unverzichtbarer Teil meines Sommers.

„LLTB (feat. Wet)“ (Jam City) 2023

Ein absolut süchtig machender Popsong, den ich eine Weile lang in Dauerschleife gehört habe: Keyboard-Fanfaren gellen, der Bass pulsiert und die Synthies schicken Wellenmuster durch die Hirnwindungen. Irgendwo durch die nächtliche Großstadt streifen Menschen voller Lebenshunger, Traurigkeit und Tanzwut und haben diesen Song im Kopf.

„Eternal“ (Vitesse X) 2024

Was passiert hier? Erst haucht Vitesse X mit verströmender Stimme einige Dream Pop-Zeilen in den Äther, dann wird das Ganze plötzlich von ultraschnellen Liquid Drum’n’Bass-Beats in andere Sphären katapultiert, nur um wenig später von The Cure-Gitarren durchschnitten zu werden. Was passiert hier? Keine Ahnung, aber ich liebs.

„Strung with everything“ (Animal Collective) 2022

Niemand schafft es, gleichzeitig so verspielt, euphorisch und weird zu sein wie Animal Collective: „Strung with everything“ klingt, als würden die Beach Boys auf einem außerirdischen Rummel auftreten, wo jedes Fahrgeschäft nur mit LSD-Zuckerwatte betreten werden darf. Toll zum Mitgrölen.

„Downtown“ (Sugar Babe) 1975

Nein, diese obskure japanische City Pop-Band hat nichts mit den Sugababes zu tun: Sugar Babe haben 1975 ihr einziges Album mit dem schlichten Titel „Songs“ veröffentlicht und es wirkt, als habe die Band alle populären Stile dieses Jahres – Funk, Softrock, Disco, Easy Listening – wie ein Schwamm aufgesogen und ihre eigene, höchst charmante Version eines Radio-Amerikas imaginiert, in dem einfach immer die Sonne scheint. Das Album ist weder auf Spotify noch auf Youtube zu finden, was angesichts der Qualität von „Songs“ wirklich unverständlich ist. Immerhin ist es bei iTunes vertreten.

„Every Day Is The Worst Day Of My Life“ (The Lemon Twigs) 2023

Das perfekte Album für den beginnenden Herbst: Eine erstaunlich melancholische Platte der beiden Nachwuchs-Glamrocker Lemon Twigs, die hier komplett in 70s Softrock abtauchen und immer wieder traumhafte Gesangslinien abliefern. Bei ihren früheren Platten dachte ich oft: „Die haben zwar viel Talent, aber wissen nicht so richtig, wo sie hinwollen.“ Hier ist das anders: Das Album klingt erstaunlich rund und kann zudem mit einer hervorragenden Produktion überzeugen, die viel Wärme transportiert.

„Days“ (Television) 1978

Eines meiner Herbstalben dieses Jahres: Televisions zweite Platte wird gegenüber dem meisterlichen Debüt oft vergessen, ist aber dennoch ein absolut hörenswertes Album. Vor allem „Carried Away“, „Aint That Nothing“ und „The Dreams Dream“ überzeugen, aber als Jangle-Pop-Fan musste ich natürlich „Days“ auswählen, dessen Akkorde wie fallendes Laub durch die Luft zu schweben scheinen.  

„In The Country“ (Dando Shaft) 1970

Anfang November setzte mal wieder eine British Folk-Phase bei mir ein und Schuld daran war vor allem die Band Dando Shaft: Fantastisches Fingerpicking, hier und da psychedelische Tupfer und Songtitel wie „September Wine“ oder „Lazily Slowly“. Schon als ich den Song „In The Country“ das erste Mal hörte, wusste ich, dass das ein Kandidat für meinen Jahresrückblick wird: Die Akustikgitarren rollen, die Flöten strömen, die Zeit verlangsamt sich. Die Musik fließt dahin wie ein träger Bach am Nachmittag, windet sich mal nach links, mal nach rechts, springt über kleine Gefälle und führt einen in versteckte Winkel, wo man sich einfach nur ins Gras legen will.

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