Musikalischer Jahresrückblick 2025

Wie immer am Ende des Jahres schaue auf die Musik zurück, die mich durch dieses Jahr begleitet hat: Das sind die Songs, die mich am meisten berührt haben, die mich wochenlang als Ohrwurm verfolgt haben, die mich zum Mitsingen gebracht haben, zum Tanzen oder zum Heulen.

Stilistisch ist alles dabei von Bluesrock, Avantgarde Pop, Funk, Dream Pop, UK Bass und Southern Rock über Post Punk, British Folk, Indie, Softrock und Alternative R’n’B, bis hin zu Meditation Metal, Liquid Drum’n’Bass, Psychedelic, Postrock, Electro Pop, Jazzrock, Indietronic und Singer Songwriter.

„24-7 Heaven“ (Cindy Lee) 2024

Ich (und so ziemlich alle anderen) hatten noch nie etwas von Cindy Lee gehört, als die Band 2024 wie aus dem Nichts mit einem ebenso sperrigen wie betörenden Doppelalbum daherkam und schnell (und zu Recht) zum Liebling der Musikkritiker*innen avancierte. Der verwaschene Sound hat mich sofort gekriegt und die mehr als 30 Songs, die durch ein Niemandsland aus schleppendem Lofi-Blues, Dream Pop, verschollenem 60-Psychedelic-Stücken und Rock’n‘Roll-Schleichern wabern, scheinen alle tief in der Nacht in einem verrauchten Studio aufgenommen worden zu sein, in dem viele leere Weinflaschen auf dem Boden liegen.

Einzeln wirken die Stücke oft gar nicht so interessant, aber die traumartige Atmosphäre, die sich durch alle Songs zieht, macht das Album zu einem Gesamterlebnis, in dem man sich stundenlang verlieren kann. Es war daher schwer, ein Stück auszuwählen, aber der finale Song „24-7 Heaven“ kann tatsächlich auch für sich stehen: Ein elegisches Instrumental, in dem sich die Instrumente bis zur Unindentifizierbarkeit aufzulösen scheinen.

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